2500 Jahre Montiggler Quarz-Porphyr

Quarz-Porphyr oder auch Rhyolith ist ein sogenannter Vulkanit. Bei seiner Entstehung kühlt Magma langsam im Erdinneren ab, dabei bilden sich unterschiedlich große Kristalle. Bei einem Vulkanausbruch wird die Masse dann auf die Erdoberfläche geschleudert, wobei zahlreiche kleine Kristalle entstehen und die Grundmasse des Quarz-Porphyrs bilden. Darin sind die größeren Kristalle, auch Einsprenglinge genannt, eingebettet.

Am Anfang war der Stein

Die Kraft der Erde hat diese Steinmasse zum Porphyr gemacht.
Und die Sonne bringt die Farben des Steins zum Leuchten.

Einführung in die Geologie Südtirols

Der geologische Aufbau des Mitterbergs zeigt sich an den mächtigen Porphyrwänden. Vor 270 Millionen Jahren formten Vulkanausbrüche den Bozner Quarzporphyr. Der harte Porphyr überstand auch die vor 115.000 Jahren einsetzende und bis vor 12.000 Jahren dauernde Eiszeit, da er widerstandsfähiger war als die anderen Gesteine der Umgebung. So blieb der Mitterberg als Erhebung im Etschtal bestehen. Gletscherschliffe auf Gesteinsoberflächen und nicht zuletzt die beiden Montiggler Seen und der Kalterer See, in ehemaligen Gletschermulden gelegen, zeugen von der Tätigkeit des Eises.

Quarz-Porphyre haben häufig Hohlräume im Inneren, die dann mit fremden Mineralien ausgefüllt sind. Hydrothermaltätigkeit mit durchströmenden Gasen und Lösungen haben lokal den Quarzporphyr nach dessen Förderung verändert. Das erklärt auch die besondere Beschaffenheit und Farbenspiele des Montiggler Porphyrs.

(Quelle: Einführung in die Geologie Südtirols - V. Stingl und V. Mair)

Die Wiege des Porphyrs

Die Steinbrüche des Etschtales konzentrieren sich im wesentlichen auf zwei Hauptadern: eine führt von Pfatten über Montiggl bis nach Eppan und Andrian (hier gibt es nur einzelne Abbaustätten), die zweite, quantitativ von größerer Bedeutung, beginnt in Bozen, erstreckt sich bis nach Salurn und endet schließlich im Trentino.

Die ältesten Nachweise, die von einem Porphyrbruch in unserem Gebiet zeugen, stammen aus dem 16. Jahrhundert: am 14. Mai 1513 bat Jacob Kraushar aus Tramin Kaiser Maximilian I um die Erlaubnis einen Porphyrsteinbruch am Gellerberg zwischen Auer und Branzoll zu eröffnen. Hier wollte er Platten abbauen und sie innerhalb der Grafschaft Tirol verkaufen.

Wirtschaftliche Bedeutung gewann der Porphyrabbau in Südtirol allerdings erst im 19. Jahrhundert: Ab 1850 eröffneten Steinbrüche  am Breitenberg und Leifers.

(Quelle: Leifers: Vom Dorf zur Stadt. Anfänge, Entwicklung, Perspektiven; Raiffeisenkasse; 1998; Leifers)

2500 Jahre Montiggler Porphyr...

Der geologische Aufbau des Mitterbergs zeigt sich an den mächtigen Porphyrwänden. Vor 270 Millionen Jahren formten Vulkanausbrüche den Bozner Quarzporphyr. Der harte Porphyr überstand auch die vor 115.000 Jahren einsetzende und bis vor 12.000 Jahren dauernde Eiszeit, da er widerstandsfähiger war als die anderen Gesteine der Umgebung. So blieb der Mitterberg als Erhebung im Etschtal bestehen. Gletscherschliffe auf Gesteinsoberflächen und nicht zuletzt die beiden Montiggler Seen und der Kalterer See, in ehemaligen Gletschermulden gelegen, zeugen von der Tätigkeit des Eises.

Auf dem Waldhügel am Südende des großen Montiggler Sees, dem Jobenbichl, befinden sich Reste der sicherlich eindrucksvollsten, prähistorischen Ringwallanlage der Eppaner Gegend. Wahrscheinlich handelt es sich um eine befestigte Siedlung oder einen Fürstensitz aus der späten Eisenzeit. Ein Rätsel bleibt der Wilde-Mann-Bühl, ein Brandopferplatz der Bronze- und Eisenzeit, dessen Kuppe künstlich mit Porphyrtrümmern erhöht wurde.

Das Besondere am Montiggler Porphyr

Der Montiggler Porphyr ist ein Spaltporphyr, der sich durch seine phantasievollen Farbenspiele und Maserungen auszeichnet. Er ist frostsicher, sehr widerstandsfähig und eignet sich daher bestens für den Einsatz im Außenbereich. Er ist absolut pflegeleicht und säurebeständig. 

Die Produkte aus Montiggler Porphyr besitzen ein aktuelles Prüfzeugnis, ausgestellt vom Amt für Geologie und Baustoffprüfung der Provinz Bozen, das hier zum Download zur Verfügung steht.

Blockporphyr aus Gröden

Neben dem in unserem Steinbruch abgebauten Porphyr bearbeiten wir auch andere Porphyrarten, immer aus Südtirol. Hier beispielsweise der im Grödnertal abgebaute Blockporphyr "Pontives". Erhältlich in den Farben Grauviolett, Braun und Rot. Auch diesen Porphyr zeichnen seine warmen Farben aus, und auch er eignet sich für den Außen- und Innenbereich. Er ist frostbeständig und in Längen bis zu 2-2,5 m erhältlich.

Blockporphyr aus Karneid

Ebenfalls neu in unserem Sortiment: der in Karneid bei Bozen abgebaute Blockporphyr. Er eignet sich für den Außenbereich, die Oberfläche kann je nach Wunsch geflammt oder geflammt und gebürstet werden. Aktuell wurde er für die Gestaltung des Friedhofs in Villnöss verwendet. Die Brunnen sind aus Grödner Blockporphyr Pontives Rot.

Neu im Sortiment: Barbianer Porphyr

Neu im Angebot haben wir den Barbianer Porphyr, ebenfalls einen Blockporphyr. Er besticht durch seine schöne grau-grüne Farbe und eignet sich hervorragend für den Innen- und Außenbereich. Die Oberfläche kann auch hier geflammt, geschliffen, gebürstet oder satiniert werden, je nach Wunsch.

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