Die Wiege des Porphyrs

Die Steinbrüche des Etschtales konzentrieren sich im wesentlichen auf zwei Hauptadern: eine führt von Pfatten über Montiggl bis nach Eppan und Andrian (hier gibt es nur einzelne Abbaustätten), die zweite, quantitativ von größerer Bedeutung, beginnt in Bozen, erstreckt sich bis nach Salurn und endet schließlich im Trentino.

Die ältesten Nachweise, die von einem Porphyrbruch in unserem Gebiet zeugen, stammen aus dem 16. Jahrhundert: am 14. Mai 1513 bat Jacob Kraushar aus Tramin Kaiser Maximilian I um die Erlaubnis einen Porphyrsteinbruch am Gellerberg zwischen Auer und Branzoll zu eröffnen. Hier wollte er Platten abbauen und sie innerhalb der Grafschaft Tirol verkaufen.

Wirtschaftliche Bedeutung gewann der Porphyrabbau in Südtirol allerdings erst im 19. Jahrhundert: Ab 1850 eröffneten Steinbrüche  am Breitenberg und Leifers.

(Quelle: Leifers: Vom Dorf zur Stadt. Anfänge, Entwicklung, Perspektiven; Raiffeisenkasse; 1998; Leifers)

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