2500 Jahre Montiggler Porphyr...

Der geologische Aufbau des Mitterbergs zeigt sich an den mächtigen Porphyrwänden. Vor 270 Millionen Jahren formten Vulkanausbrüche den Bozner Quarzporphyr. Der harte Porphyr überstand auch die vor 115.000 Jahren einsetzende und bis vor 12.000 Jahren dauernde Eiszeit, da er widerstandsfähiger war als die anderen Gesteine der Umgebung. So blieb der Mitterberg als Erhebung im Etschtal bestehen. Gletscherschliffe auf Gesteinsoberflächen und nicht zuletzt die beiden Montiggler Seen und der Kalterer See, in ehemaligen Gletschermulden gelegen, zeugen von der Tätigkeit des Eises.

Auf dem Waldhügel am Südende des großen Montiggler Sees, dem Jobenbichl, befinden sich Reste der sicherlich eindrucksvollsten, prähistorischen Ringwallanlage der Eppaner Gegend. Wahrscheinlich handelt es sich um eine befestigte Siedlung oder einen Fürstensitz aus der späten Eisenzeit.

Ein Rätsel bleibt der Wilde-Mann-Bühl, ein Brandopferplatz der Bronze- und Eisenzeit, dessen Kuppe künstlich mit Porphyrtrümmern erhöht wurde.

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