Am Anfang war der Stein

Die Kraft der Erde hat diese Steinmasse zum Porphyr gemacht.
Und die Sonne bringt die Farben des Steins zum Leuchten.

 

2500 Jahre Montiggler Quarz-Porphyr

Quarz-Porphyr oder auch Rhyolith ist ein sogenannter Vulkanit. Bei seiner Entstehung kühlt Magma langsam im Erdinneren ab, dabei bilden sich unterschiedlich große Kristalle. Bei einem Vulkanausbruch wird die Masse dann auf die Erdoberfläche geschleudert, wobei zahlreiche kleine Kristalle entstehen und die Grundmasse des Quarz-Porphyrs bilden. Darin sind die größeren Kristalle, auch Einsprenglinge genannt, eingebettet.

 

Der geologische Aufbau des Mitterbergs zeigt sich an den mächtigen Porphyrwänden. Vor 270 Millionen Jahren formten Vulkanausbrüche den Bozner Quarzporphyr. Der harte Porphyr überstand auch die vor 115.000 Jahren einsetzende und bis vor 12.000 Jahren dauernde Eiszeit, da er widerstandsfähiger war als die anderen Gesteine der Umgebung. So blieb der Mitterberg als Erhebung im Etschtal bestehen. Gletscherschliffe auf Gesteinsoberflächen und nicht zuletzt die beiden Montiggler Seen und der Kalterer See, in ehemaligen Gletschermulden gelegen, zeugen von der Tätigkeit des Eises.

Quarz-Porphyre haben häufig Hohlräume im Inneren, die dann mit fremden Mineralien ausgefüllt sind. Hydrothermaltätigkeit mit durchströmenden Gasen und Lösungen haben lokal den Quarzporphyr nach dessen Förderung verändert. Das erklärt auch die besondere Beschaffenheit und Farbenspiele des Montiggler Porphyrs.

 (Quelle: Einführung in die Geologie Südtirols - V. Stingl und V. Mair)